Wie merkt man, dass Jesus mit einem redet?
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creedleuser
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Wie merkt man, dass Jesus mit einem redet?
Frage eines Users aus https://creedle.de/creedlec/
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Bibellehrer
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Re: Wie merkt man, dass Jesus mit einem redet?
Je vertrauter die Beziehung zu Jesus ist, um so deutlicher ist sein Reden zu verstehen. Jesus möchte eine persönliche Beziehung zu uns, darum wird er sich verständlich machen. Das kann man mit einer Freundschaft oder Ehe vergleichen. Man tastet sich in die Beziehung hinein, lernt einander so kennen. Bei richtig guten Beziehungen weiß man später oft schon vor der Frage, was der andere sagen wird. Hören auf Jesus, entdecken, wie er redet ist ebenso eine Frage des Sich-Kennens und der Übung.
Bibellesen - der erste Schritt, Jesu Reden zu entdecken
Weil Jesus nicht sichtbar ist, ist die Kommunikation mit ihm nicht ganz so einfach, als wenn er mir gegenüber am Tisch sitzen würde. Dass Jesus mit uns reden will, sich Menschen verständlich machen möchte, zeigt uns die Bibel. Ein Buch, das manche zu Recht als einen „Liebesbrief Gottes“ an jeden einzelnen Menschen beschreiben. Die Bibel ist der erste und auch der beste Weg, Gottes Reden zu mir zu entdecken (Hebräer 1,1-2).
Als ich meine Frau kennenlernte, lebte ich im Ausland. Internet und E-Post gab es damals noch nicht. Dafür schrieben wir uns jeden Tag einen Brief. Im Nachhinein staune ich darüber, wie gut wir uns auf diesem Weg kennengelernt haben. Vielleicht sogar besser, als wenn wir immer nur verliebt irgendwo abgehangen hätten.
Ähnlich erlebe ich es mit der Bibel. Zum einen bekomme ich dort alle Informationen über Gott, die Welt und mich (Lukas 16,31). Zum anderen erlebe ich aber gerade beim Lesen, wie Jesus konkret und direkt zu mir redet (Jeremia 15,16).
Ein Beispiel: Ich lese davon, dass Geduld und Sanftmut Früchte des Geistes Gottes sind (Galater 5,22-23), die bei mir sichtbar werden sollen. Beim Lesen muss ich an meinen letzten Ärger über einen speziellen Autofahrer denken, der mich wohl kaum als sanftmütig und geduldig beschreiben würde.
Oder ich denke an Dinge, die mir immer noch nicht gelingen, wo ich immer noch nicht so lebe, wie Gott es möchte, die mich schuldig machen. Irgendwann kommt die Frage auf: Kann Gott das noch vergeben? Und dann lese ich in Römer 5,20: „Wo aber das Maß der Sünde voll war, da ist die Gnade über jedes Maß hinausgewachsen.“
In beiden Beispielen ist es AKTUELLES und DIREKTES Reden von Jesus an mich, in meine konkrete Situation hinein. Einmal ermahnend, das andere Mal ermutigend, aufbauend.
Das Lesen der Bibel ist darum der erste Schritt, um zu entdecken, wie Jesus redet. Das ist Originalton Gottes (Hebräer 1,1). Darum lese ich täglich in der Bibel, nehme täglich Gottes Wort in mich auf, weil es meine Seele satt macht, Gottes Reden zu mir zu hören.
Im Dialog Jesu Reden entdecken
Reden ist nur der eine Teil der Kommunikation. Das Hören gehört untrennbar zum Reden. Gott möchte nicht nur mit mir reden, sondern auch auf mich hören. Er ist kein Gott, der mir nur Anweisungen geben will, sondern ein Gott, der eine echte, liebevolle Beziehung leben möchte (Jesaja 30,15 / Markus 4,9).
Etwas mehr Übung braucht man, wenn man die Stimme Gottes, das Reden Jesu von den vielen anderen Stimmen und vor allem von seinem eigenen, menschlichen Wünschen unterscheiden möchte. Zu konkreten Fragen, wenn es um Berufs- oder Partnerwahl geht, hat Jesus in der Bibel zwar sehr Grundlegendes gesagt, aber wie höre ich, wozu er mir in konkreten Situationen rät?
Das regelmäßige Bibellesen schult mit der Zeit unser Hören auf Gott (Johannes 8,32). Wie in einer Ehe, die immer tiefer wird und wo man oft schon vor der Frage weiß, was der Ehepartner antworten wird, so geht es dann auch mit dem Hören auf Jesus. Immer leichter erkenne ich: Das hat ER gesagt!
Und doch komme ich immer noch in Situationen, in denen ich mir nicht so klar bin, was Jesus jetzt gerade und ganz konkret zu mir sagen möchte. Was ich dann gern mache: Ich gehe in die Stille. Mache einen Spaziergang irgendwohin, wo ich ungestört bin, ohne Handy, ohne alles. Und dann gehe ich richtig mit Jesus spazieren. Ich erzähle ihm alles, was mir durch den Kopf geht, meine unbeantworteten Fragen, mein Nicht-Wissen, was er dazu sagt, was meine Motivation und meine Sorgen sind. Manchmal erlebe ich, wie plötzlich meine Gedanken eine Richtung einschlagen und Ideen kommen, die ich vorher noch nicht hatte (Matthäus 7,7-8). Wenn ich dann weiß: Ja, das ist die Antwort, das hat Jesus mir jetzt gesagt, dann gehe ich in diese Richtung.
Bin ich mir noch nicht so sicher, dann sage ich Jesus, was ich verstanden habe und was ich warum jetzt tun werde und bitte ihn, mir dazu Gelingen zu geben, oder meine Wege zu verbauen.
Beides habe ich schon erlebt: Wie er gute Ideen verbaute, aber auch wie Dinge möglich wurden, die ich nicht gedacht hatte. Spätestens dann weiß ich, dass hier Jesus geredet hat.
In so einem Dialog mit Jesus lerne ich immer mehr kennen, was ER sagt und was ER nicht sagt. So, wie man auch seinen Ehepartner nach Jahren noch völlig missverstehen kann, kann das auch in der Beziehung zu Jesus vorkommen. Aber das macht die Beziehung nicht kaputt. Aus Fehlern lernt man (Matthäus 11,29).
Entscheidende Frage: Will ich wirklich hören, was Jesus sagt?
In allen Ausführungen habe ich vorausgesetzt, dass ich ernsthaft daran interessiert bin, auf das zu hören, was Jesus sagt. Sein Wort ernst zu nehmen.
Dazu gibt es viele Versprechen in der Bibel. Z.B. heißt es in Psalm 32,8, dass Gott uns mit seinen Augen leiten will. Er möchte sich uns so verständlich machen, dass wir wissen, was er sagt.
Und schon Jesaja (55,11) hat er versprochen: So ist es auch mit dem Wort, das von mir ausgeht: Es kehrt nicht wirkungslos zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will. Was ich ihm aufgetragen habe, gelingt ihm.
Weil Gott zu Menschen reden möchte, wird er sich immer so bemerkbar und verständlich machen, dass jeder es individuell verstehen kann. Um es zu verstehen, muss mein Gehör geschult sein, was im täglichen Lesen der Bibel, dem Hören auf Gottes Wort geschieht.
Das ist auch aus einem weiteren Grund wichtig: Jesus wird mir nie etwas sagen, was im Widerspruch zu den Aussagen der Bibel steht. Wenn das der Fall sein sollte, kann ich mir ganz sicher sein, dass das nichts ist, was Jesus gesagt hat (Matthäus 4,4+6+10).
Erkennen, wie das Reden Gottes geschieht, fällt zunehmend leichter, je vertrauter die Stimme Gottes mir bereits geworden ist.
Wenn du Jesu Stimme hören möchtest, bitte ihn darum, dass er so zu dir redet, dass du es verstehst - und übe dich darin, Gottes Stimme immer besser kennen zu lernen.
Bibellesen - der erste Schritt, Jesu Reden zu entdecken
Weil Jesus nicht sichtbar ist, ist die Kommunikation mit ihm nicht ganz so einfach, als wenn er mir gegenüber am Tisch sitzen würde. Dass Jesus mit uns reden will, sich Menschen verständlich machen möchte, zeigt uns die Bibel. Ein Buch, das manche zu Recht als einen „Liebesbrief Gottes“ an jeden einzelnen Menschen beschreiben. Die Bibel ist der erste und auch der beste Weg, Gottes Reden zu mir zu entdecken (Hebräer 1,1-2).
Als ich meine Frau kennenlernte, lebte ich im Ausland. Internet und E-Post gab es damals noch nicht. Dafür schrieben wir uns jeden Tag einen Brief. Im Nachhinein staune ich darüber, wie gut wir uns auf diesem Weg kennengelernt haben. Vielleicht sogar besser, als wenn wir immer nur verliebt irgendwo abgehangen hätten.
Ähnlich erlebe ich es mit der Bibel. Zum einen bekomme ich dort alle Informationen über Gott, die Welt und mich (Lukas 16,31). Zum anderen erlebe ich aber gerade beim Lesen, wie Jesus konkret und direkt zu mir redet (Jeremia 15,16).
Ein Beispiel: Ich lese davon, dass Geduld und Sanftmut Früchte des Geistes Gottes sind (Galater 5,22-23), die bei mir sichtbar werden sollen. Beim Lesen muss ich an meinen letzten Ärger über einen speziellen Autofahrer denken, der mich wohl kaum als sanftmütig und geduldig beschreiben würde.
Oder ich denke an Dinge, die mir immer noch nicht gelingen, wo ich immer noch nicht so lebe, wie Gott es möchte, die mich schuldig machen. Irgendwann kommt die Frage auf: Kann Gott das noch vergeben? Und dann lese ich in Römer 5,20: „Wo aber das Maß der Sünde voll war, da ist die Gnade über jedes Maß hinausgewachsen.“
In beiden Beispielen ist es AKTUELLES und DIREKTES Reden von Jesus an mich, in meine konkrete Situation hinein. Einmal ermahnend, das andere Mal ermutigend, aufbauend.
Das Lesen der Bibel ist darum der erste Schritt, um zu entdecken, wie Jesus redet. Das ist Originalton Gottes (Hebräer 1,1). Darum lese ich täglich in der Bibel, nehme täglich Gottes Wort in mich auf, weil es meine Seele satt macht, Gottes Reden zu mir zu hören.
Im Dialog Jesu Reden entdecken
Reden ist nur der eine Teil der Kommunikation. Das Hören gehört untrennbar zum Reden. Gott möchte nicht nur mit mir reden, sondern auch auf mich hören. Er ist kein Gott, der mir nur Anweisungen geben will, sondern ein Gott, der eine echte, liebevolle Beziehung leben möchte (Jesaja 30,15 / Markus 4,9).
Etwas mehr Übung braucht man, wenn man die Stimme Gottes, das Reden Jesu von den vielen anderen Stimmen und vor allem von seinem eigenen, menschlichen Wünschen unterscheiden möchte. Zu konkreten Fragen, wenn es um Berufs- oder Partnerwahl geht, hat Jesus in der Bibel zwar sehr Grundlegendes gesagt, aber wie höre ich, wozu er mir in konkreten Situationen rät?
Das regelmäßige Bibellesen schult mit der Zeit unser Hören auf Gott (Johannes 8,32). Wie in einer Ehe, die immer tiefer wird und wo man oft schon vor der Frage weiß, was der Ehepartner antworten wird, so geht es dann auch mit dem Hören auf Jesus. Immer leichter erkenne ich: Das hat ER gesagt!
Und doch komme ich immer noch in Situationen, in denen ich mir nicht so klar bin, was Jesus jetzt gerade und ganz konkret zu mir sagen möchte. Was ich dann gern mache: Ich gehe in die Stille. Mache einen Spaziergang irgendwohin, wo ich ungestört bin, ohne Handy, ohne alles. Und dann gehe ich richtig mit Jesus spazieren. Ich erzähle ihm alles, was mir durch den Kopf geht, meine unbeantworteten Fragen, mein Nicht-Wissen, was er dazu sagt, was meine Motivation und meine Sorgen sind. Manchmal erlebe ich, wie plötzlich meine Gedanken eine Richtung einschlagen und Ideen kommen, die ich vorher noch nicht hatte (Matthäus 7,7-8). Wenn ich dann weiß: Ja, das ist die Antwort, das hat Jesus mir jetzt gesagt, dann gehe ich in diese Richtung.
Bin ich mir noch nicht so sicher, dann sage ich Jesus, was ich verstanden habe und was ich warum jetzt tun werde und bitte ihn, mir dazu Gelingen zu geben, oder meine Wege zu verbauen.
Beides habe ich schon erlebt: Wie er gute Ideen verbaute, aber auch wie Dinge möglich wurden, die ich nicht gedacht hatte. Spätestens dann weiß ich, dass hier Jesus geredet hat.
In so einem Dialog mit Jesus lerne ich immer mehr kennen, was ER sagt und was ER nicht sagt. So, wie man auch seinen Ehepartner nach Jahren noch völlig missverstehen kann, kann das auch in der Beziehung zu Jesus vorkommen. Aber das macht die Beziehung nicht kaputt. Aus Fehlern lernt man (Matthäus 11,29).
Entscheidende Frage: Will ich wirklich hören, was Jesus sagt?
In allen Ausführungen habe ich vorausgesetzt, dass ich ernsthaft daran interessiert bin, auf das zu hören, was Jesus sagt. Sein Wort ernst zu nehmen.
Dazu gibt es viele Versprechen in der Bibel. Z.B. heißt es in Psalm 32,8, dass Gott uns mit seinen Augen leiten will. Er möchte sich uns so verständlich machen, dass wir wissen, was er sagt.
Und schon Jesaja (55,11) hat er versprochen: So ist es auch mit dem Wort, das von mir ausgeht: Es kehrt nicht wirkungslos zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will. Was ich ihm aufgetragen habe, gelingt ihm.
Weil Gott zu Menschen reden möchte, wird er sich immer so bemerkbar und verständlich machen, dass jeder es individuell verstehen kann. Um es zu verstehen, muss mein Gehör geschult sein, was im täglichen Lesen der Bibel, dem Hören auf Gottes Wort geschieht.
Das ist auch aus einem weiteren Grund wichtig: Jesus wird mir nie etwas sagen, was im Widerspruch zu den Aussagen der Bibel steht. Wenn das der Fall sein sollte, kann ich mir ganz sicher sein, dass das nichts ist, was Jesus gesagt hat (Matthäus 4,4+6+10).
Erkennen, wie das Reden Gottes geschieht, fällt zunehmend leichter, je vertrauter die Stimme Gottes mir bereits geworden ist.
Wenn du Jesu Stimme hören möchtest, bitte ihn darum, dass er so zu dir redet, dass du es verstehst - und übe dich darin, Gottes Stimme immer besser kennen zu lernen.